Jugendliche bauen Samenbomben mit dem Föderverein für offene Jugendarbeit

Viechtach. Kids können sich fürs Gärtnern begeistern, wie jüngst die Aktion „Seedbombs“ des Fördervereins für offene Jugendarbeit Viechtach e.V. zeigte. In einer Gemeinschaftsaktion mit Brigitte Baueregger stellten die Jugendlichen Samenbomben her, um das Stadtbild noch grüner und schöner zu machen.

Der Großstadttrend Guerilla Gardening aus Manhattan hat seinen Weg bis nach Viechtach gefunden. Die ursprüngliche Idee der zivilen Bewegung war, brachliegendes, urbanes Gelände zu begrünen. Das Stadtbild, insbesondere in Großstädten, sollte durch Blumen verschönert werden. Brigitte Baueregger vom Verein für Gartenbau und Landespflege Viechtach dachte sich, das könnte Jugendliche für Gärtnern und ökologische Belange im Allgemeinen interessieren und stellte dem Förderverein für offene Jugendarbeit Viechtach e.V. einige „Seedbomb“-Bausätze zur Verfügung. Auch der dritte Bürgermeister Christian Zeitlhöfler und Stadtjugendpfleger Marco Lorenz waren mit von der Partie.

Die Herstellung ist denkbar einfach: Tonpulver, Erde und verschiedene Saaten werden mit 150 ml Wasser vermengt und zu kleinen Kugeln geformt. Nach zweitägiger Trocknungszeit können diese Kugeln an geeigneten Orten platziert werden, wo sie dann durch Sonne und Regen aufblühen. Die Jugendlichen, die engagiert am Werk waren, verwendeten eine Saatenmischung aus Sonnenblume, Malve, Perserklee, Borretsch, Lupine und Phacelia. Gerade der Umgang mit der feuchten, erdigen Masse machte großen Spaß.

Ziel war es nicht, die Kleinstadt Viechtach mit Betonlandschaften in Großstädten gleichzusetzen, sondern vielmehr, die ohnehin schöne Kleinstadt durch Blumen zu bereichern. Vor allen Dingen konnten die Kids auf diese Weise verschiedene Blumen und Samen kennenlernen, die sie dann in Eigenregie verwendeten. Vielleicht entdeckt der eine oder andere Viechtacher in diesem Sommer blühende Überraschungen und freut sich über den Anblick.

(Martina Laumer)

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