Jugendliche interessieren sich für alternative Küche

Käsespätzle, Muffins, Sushi – das alles geht auch vegan: ohne Fleisch, Ei und Milchprodukte. Einige Viechtacher Jugendliche begeistern sich immer mehr für die alternative Küche und erhielten deshalb einen veganen Kochkurs mit Anna Stobbe vom Förderverein für offene Jugendarbeit e.V. Die Jugendlichen machten von Anfang bis Ende alles selbst und suchten auch die Gerichte aus, die sie interessierten.

Insgesamt war die Truppe mit Anna Stobbe und Stadtjugendpfleger Marco Lorenz vier bis fünf Stunden am Werk: Zunächst schmökerten die Jugendlichen in veganen Magazinen und Kochbüchern. Hier sahen sie schnell, dass es viele schmackhafte Möglichkeiten gibt. Veganes Sushi bekam schließlich den Vorzug vor „Käsespätzle“, Schneewittchen-Muffins gab es als Dessert. Anstatt Fisch füllten die Jugendlichen die Rollen mit viel Gemüse, Avocado und Tofu und sogar mit roter Bete. Die Muffins wurden mit Kirschen und Vanillepudding perfektioniert.

Neben dem Kochen stand auch der Einkauf auf dem Programm: So entdeckten die Kids, wo es die nötigen Produkte gibt. Bei früheren Kochaktionen waren sie bereits häufiger im Viechtacher Bioladen unterwegs um ihre Produkte zu kaufen. Marco Lorenz erklärt: „Die Jugendlichen kochen sehr gerne im JUZ und fragen häufiger danach, ob wir mal wieder etwas machen. Das Interesse am veganen Kochen kam ganz von selbst, sodass ich Anna Stobbe um einen kleinen  Kurs bat.“

Anna, die sehr viel Zeit mitbrachte, lebt seit vier Jahren vegan, kocht leidenschaftlich gerne und konnte deshalb ganz flexibel auf die Wünsche der Jugendlichen eingehen. „Die meisten Veganer leben aus ethischen und gesundheitlichen Gründen ohne Tierprodukte“, erklärt sie. Zu den guten Gründen kämen natürlich auch noch der gute Geschmack und die Herausforderung. Angefangen habe sie mit einer 30-Tage-Challenge und danach habe sie tierische Produkte gar nicht mehr vermisst.

Weiteren Kochaktionen steht nichts im Wege – interessierte Jugendliche können sich gerne melden. Auch wenn es im JUZ weiterhin auch Fleisch- und Milchprodukte gibt, so wird auch viel ausprobiert. Es geht nicht um eine bestimmte Lebensphilosophie. Es geht ums Ausprobieren und ums gute Essen.

(Martina Laumer)